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Sa, 28.01.2012

Autor

Redaktion

02.09.2010 22:32

Halbzeitbilanz Grüne Eisenstadt

Rückblick, Ausblick und Präsentation der neuen/alten Gemeinderät/innen  

mit den Grünen Gemeinderät/innen

Maga Yasmin Dragschitz und DI Andreas Krojer

sowie Julia Tinhof und Hans Hergovich

Donnerstag, 26. August 2010, 10 Uhr


NEUE/ALTE GEMEINDERÄT/INNEN

Maga Yasmin Dragschitz

Die AHS-Lehrerin Yasmin Dragschitz, die seit 2002 für die Grünen Eisenstadt im Gemeinderat ist, kehrt nach einem Jahr Auszeit wieder in den Gemeinderat zurück. Dragschitz: „Ein Jahr Pause von der Politik hat mir sehr gut getan und ich kehre mit neuem Schwung und Elan zurück in den Gemeinderat. Auch das Ergebnis der Landtagswahl hat meiner wiederkehrenden Begeisterung keinen Abbruch getan, ganz im Gegenteil: Jetzt erst recht! Mein Ziel ist auch der weitere Aus- und Aufbau der Gemeindegruppe, so dass wir für die Wahlen 2012 gut aufgestellt sind."

Hans Hergovich

Hans Hergovich hat Yasmin Dragschitz ein Jahr lang aufgrund ihrer Karenzierung vertreten. In dieser Zeit hat sich der Unternehmer vor allem für die Themen Radfahren und Erneuerbare Energien eingesetzt. Auch die Vermeidung von unnötigem Müll ist ihm ein Anliegen, so dass auf seine Initiative hin die Häferlaktion der Gemeinde durchgeführt wird (siehe unten).

DI Andreas Krojer

Der 34-jährige Architekt wird für die Grünen Eisenstadt während Julia Tinhofs einjähriger Karenzierung als Gemeinderat tätig sein. Seine Interessen sind die Themen Raumplanung und Städtebau. In seiner Diplomarbeit hat er sich ganz konkret mit der städtebaulichen Situation in Eisenstadt, im Speziellen mit dem Gebiet rund um den Bahnhof, befasst. Krojer sieht hier immer noch großen Handlungsbedarf.

Julia Tinhof

Julia Tinhof ist seit 2007 für die Grünen Eisenstadt im Gemeinderat und hat bei den Landtagswahlen für die Grünen auf dem 3. Platz kandidiert.Ihr sind vor allem die Interessen und Perspektiven der Jugendlichen in Eisenstadt ein Anliegen. Die Kunstgeschichtestudentin nimmt sich nun ein Jahr Auszeit vom Gemeinderat, um sich voll und ganz auf ihr Studium konzentrieren zu können. Tinhof: „Nach dem anstrengenden Landtagswahlkampf möchte ich meine Kräfte bündeln. Mein Studium hat derzeit für mich Vorrang. Ich bleibe den Grünen Eisenstadt weiterhin erhalten, aber vorerst einmal nicht mehr an vorderster Front."


GRÜNE EISENSTADT: RÜCKBLICK 2007-2010

Nach mehr als der Hälfte der aktuellen Gemeinderatsperiode können die Grünen Eisenstadt eine stolze Bilanz ziehen. Folgende Projekte wurden auf Initiative der Grünen durchgeführt bzw. in Angriff genommen:

a) Förderung von Solar- und Photovoltaikanlagen für Eisenstädter/innen

Bürger und Bürgerinnen von Eisenstadt, die bereits von der Landesregierung eine Förderung für ihre Warmwasseraufbereitung mittels Solarenergie oder ihre Photovoltaikanlage bekommen, erhalten außerdem einen Zuschuss der Gemeinde in der Höhe von max. 20% der vom Land geförderten Kosten. Ein Betrag von 10.000.- Euro pro Jahr wurde dafür budgetiert.

Gemeinderätin Dragschitz dazu: „Die Förderung erneuerbarer Energien ist eine der Hauptforderungen der Grünen auf Bundes-, Landes- und natürlich auch auf Gemeindeebene. Dadurch werden 2 Ziele erreicht: die Steigerung der heimischen Wertschöpfung und der schonende Umgang mit Umweltressourcen. Wir hoffen, dass in Zukunft noch mehr Eisenstädter/innen auf Solarenergie und/oder Photovoltaik umsteigen und um eine entsprechende Förderung bei der Gemeinde ansuchen."

b) Semestertickets für Lehrlinge

Die Grünen Eisenstadt haben sich dafür eingesetzt, dass Studenten und Studentinnen mit Hauptwohnsitz in Eisenstadt die Hälfte des sogenannten "Semestertickets" von der Stadtgemeinde refundiert bekommen. Nachdem die Landesregierung dann im Frühjahr 2008 dieselbe Maßnahme beschlossen hatte, wurden die budgetierten Gelder für die Zielgruppe Lehrlinge bzw. der Förderung von Lehrlingsfreifahrt freigegeben.

c) Pilotprojekt „Biologisches Essen in Kindergärten"

Auf grüne Initiative wurde ein Pilotprojekt für Mittagessen auf Basis biologischer Lebensmittel gestartet. Das Projektwurde ab September 2009 in den Kindergärten Kleinhöflein und Schwarz-Platz sowie im Tagesheim der Volksschule Kleinhöflein durchgeführt. Die Projektphase umfasste 10 Monate. Die Mehrkosten für die biologischen Produkte in der Höhe von rund 40 Cent pro Mahlzeit wurden nicht den Eltern angelastet, sondern von der Freistadt Eisenstadt getragen.

Dragschitz: „Leider war die flächendeckende Durchführung des Projektes in allen Eisenstädter Kindergärten und Tagesheimen nicht möglich. Auch die Tatsache, dass biologisches Essen nur einmal in der Woche angeboten wird, ist ein Kompromiss. Positiv zu werten ist dagegen, dass dieses Projekt auch im nächsten Jahr auf Kosten der Gemeinde weitergeführt werden soll."

d) Energiebuchhaltung der Gemeinde

Die Stadtgemeinde als Klimaschutzgemeinde muss in Sachen Energieeffizienz mit gutem Beispiel vorangehen. Dazu ist es wichtig, zu wissen, auf welchen Gebieten, z.B. bei öffentlichen Gebäuden, Einsparungen notwendig und möglich sind. Eine gute Energiebuchhaltung soll das ermöglichen und somit das Budget in Zukunft entlasten.

Dragschitz: „Leider gestaltet sich die Umsetzung dieses Projektes sehr schwierig. Als erster Schritt wurde die Teilnahme am „ECCO-Projekt" beschlossen. Konkrete Schritte zur Einführung einer Energiebuchhaltung fehlen noch."

Für das Jahr 2010 sind noch zwei Projekte geplant:

e) Häferlaktion

Auf Initiative von Hans Hergovich werden von der Stadtgemeinde Häferl angekauft. Diese sollen, z.B. bei den Veranstaltungen in der Adventzeit, den Betreibern der Punschstände zur Verfügung gestellt werden. So soll unnötiger Plastikmüll in Form von nicht-wiederverwendbaren Plastikbechern vermieden werden.

f) Jugendprojekt Citycheck

Beim Jugendprojekt Citycheck erbringen Jugendliche ab 12 Jahren für öffentliche Einrichtungen, Vereine oder Privatpersonen Dienstleistungen und erhalten dafür Zeitguthaben. Eine Stunde Zeit entspricht einer Zeitwertkarte, die einem bestimmten Geldbetrag entspricht. Diese können als Tauschmittel verwendet oder gesammelt und bei der Stadt gegen Einkaufsgutscheine für Eisenstädter Unternehmen umgetauscht werden. Für die Planung dieses Projektes sind für das Jahr 2010 Budgetmittel in der Höhe von 10.000,- Euro vorgesehen.

Die Umsetzung dieser Projekte ist möglich, weil die Grünen Eisenstadt Kooperationen mit der ÖVP eingegangen sind. Dragschitz sieht diese Zusammenarbeit pragmatisch: „Ich sehe uns als konstruktive Oppositionspartei und daher ist die Zusammenarbeit mit der ÖVP bei diesen Projekten richtig und wichtig . Die Zusammenarbeit funktioniert bei den von uns initiierten Projekten sehr gut. Die gemeinsame Organisation und Präsentation verlief bisher sehr fair und zielorientiert.

Mir persönlich ist es wichtig, dass wir als Eisenstädter Grüne Impulse in verschiedenen Bereichen setzen, mit dem Ziel die Lebensqualität der Eisenstädter und Eisenstädterinnen zu steigern. Und das ist uns bisher gelungen."'


GRÜNE EISENSTADT: AUSBLICK 2010 – 2011

Die Schwerpunktthemen der Grünen Eisenstadt für 2010/11 sind weiterhin die Themen Verkehr, Raumplanung, und Jugend. In diesen Bereichen wollen wir auch weiterhin Impulse setzen und grüne Projekte anregen.

1) Verkehr und Raumplanung

Eisenstadt ist eine wachsende Stadt, was man auch an der zunehmenden Dichte der Siedlungsgebiete erkennt. In vielen Bereichen geht hier die Planung der Verkehrsinfrastruktur nicht Hand in Hand mit dem Bau der Siedlungen, wie das Beispiel Kirchäcker deutlich zeigt. Im Nachhinein müssen jetzt hinterfragenswerte Verkehrskonzepte, wie z.B. die Möglichkeit einer Doppelampelkreuzung im Bereich Wirtschaftskammer / Feldgasse umgesetzt werden, um den Verkehrsströmen, die man zuerst dorthin geleitet hat (Kindergarten, Genossenschaftswohnbau, Generationenzentrum), Herr zu werden.

Die Grünen Eisenstadt regen daher folgende Maßnahmen an:

 

2) Jugendaktivitäten

Das Versagen der Stadtgemeinde und insbesondere der ÖVP in den Bereichen Jugendzentrum, Streetwork oder Skaterplatz zeigt deutlich, dass die regierende Mehrheitspartei mit dieser Zielgruppe rein gar nichts am Hut hat. Deshalb wurden bisher auch keine funktionierenden Konzepte ausgearbeitet und umgesetzt.

Aus Grüner Sicht ist die Umsetzung der Anliegen von jungen Menschen – Schüler/innen, Fachhochschulstudent/innen, Skater/innen,etc. - gewinnbringend für die Stadt. Dragschitz: „Junge Menschen haben ein unheimlich großes Potential an Kreativität und Energie zu bieten – wenn man die richtigen Rahmenbedingungen schafft. Eisenstadt würde davon profitieren, dieses Potential zu nutzen."

Die Grünen Eisenstadt regen daher folgende Projekte an:

 

Schaffung eines Proberaums sowie der Möglichkeit für Bühnenauftritte für junge Talente im Zuge der Planung der Veranstaltungshalle

verstärkte Positionierung von Eisenstadt als Studentenstadt, auch mit dem Ziel, die Innenstadt zu beleben; Einführung einer Semesteropening-Veranstaltung für FH-Student/innen und Eisenstädter Student/innen

Umsetzung des „Citycheck"-Projekts

Genehmigung von Siedlungs- und anderen Bauprojekten nur bei bereits vorliegendem Verkehrskonzept , welches sowohl den Auto- als auch den Rad- und Fußgängerverkehr berücksichtigt

Überarbeitung des Stadtentwicklungsplanes, auch in Hinblick auf die Bedürfnisse der drei Ortsteile Eisenstadt, Kleinhöflein und St. Georgen

Stopp der Zersiedelung durch Schaffung kleiner Planungseinheiten, die verschiedene Funktionen (z.B. Wohnen, Einkaufen, Arbeiten) erfüllen

 




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